Klimaluft-Energieeffizienz statt „Energievernichtung

Klimaluft-Energieeffizienz statt „Energievernichtung“

Luftenergiezähler in RLT-Anlagen bei Merck

Autor: Dipl.-Wirtsch.-Ing. (TU) Jens Amberg, Geschäfsführer Luftmeister GmbH


Fréderic Yvorel ist verantwortlich für Energieeffizienz im französischen Werk Martillac des Darmstädter Pharmakonzerns Merck. Dieser Hochtechnologie-Standort, auch „Merck Biodevelopment“ genannt, entwickelt biotechnische Fertigungsverfahren auf höchsten Niveau. Zahlreiche Reinräume stellen die passenden Bedingungen sicher.

Aus Sicht von Herrn Yvorel sind die meisten Medien „energetisch im grünen Bereich“. Kopfschmerzen bereiten ihm jedoch seit Jahren die hohen Energie- und Kostenaufwändungen rund um die Klimatechnik.
Man kennt das aus dem Reinraum-Umfeld: Im Fokus steht die Verfügbarkeit der Anlage und die GMP-Konformität. Dann „kommt lange nichts“, und dann kümmert man sich ggf. auch um die Energieverbräuche und Betriebskosten.
Mit dem „Luftmeister Luftenergiezähler“ hat Merck nun endlich eine passende Lösung gefunden. Die Reinraum-Klimaanlage wird dabei kontinuierlich energetisch analysiert. Dazu wird der Massenstrom (z.B. der Haupt-Zuluft einer RLT-Anlage) zu jedem Zeitpunkt gemessen und vor / nach jeder relevanten Aufbereitungsstufe die Enthalpie erhoben. Die Enthalpie (Einheit kWh Wärme pro kg Luft) zeigt die „Wärmedichte“ an – multipliziert mit dem Massenstrom (kg Luft pro Zeiteinheit) ergibt sich somit die thermische Leistung (in kW) und (aufaddiert) die thermische Energie (in kWh).
Was bringt dieser Aufwand? Herr Yvorel stellt vier nutzbringende Punkte in den Vordergrund:

  1. Das Luftmeister-Messsystem entdeckt sogenannte „Energievernichtung“ (die Kühlung arbeitet gegen die Erhitzung oder gegen die Wärmerückgewinnung). Die systematische Beseitigung dieser „Effizienzkiller“ auf der MSR-Seite ist ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz.
  2. Der Wirkungsgrad jeder Aufbereitungsstufe („was bringt die WRG denn tatsächlich?“) wird transparent und kann vielfach auch regelungstechnisch optimiert werden
  3. Es liegt zu jedem Zeitpunkt das Monitoring der Luftlieferung vor: Welcher Volumenstrom, welche Temperatur, welche Feuchte wurde in den Reinraum geliefert?
  4. Bei einer Abweichung (zu niedrige Temperatur, falscher Volumenstrom etc.) hilft das Luftmeister-System dabei, schneller die fehlerhafte Aufbereitungsstufe zu finden.


Kontaktdaten:
Luftmeister GmbH
Jens Amberg
Geschäftsführer
07661-3849888
amberg@luftmeister.de

0 0